Lean Management

Der Begriff "Lean Management" bedeutet in der deutschen Übersetzung "Schlankes Management" oder auch "effizientes Steuern und Produzieren".

Er vereint in Summe folgende Einzeldisziplinen:

  • Optimieren und Ausrichten der Denkweisen und Handlungsprinzipien
  • Etablieren von Methoden und Modelle
  • Installieren von Verfahrensweisen und Systeme

Ziel und Zweck sind, die gesamte Wertschöpfungskette von industriellen Gütern effizient zu gestalten und dabei die Effektivität aller Produktionseinheiten zu optimieren.

Verschwendungen reduzieren

Als ein wesentlicher Fokus von Lean Management werden Verschwendungen reduziert bzw. abgebaut. Es werden hierbei folgende (7+1) Kategorien der Verschwendungen definiert:

  • Überproduktion
  • Bestände
  • Transport
  • Wartezeiten
  • Handling (Wegezeiten)
  • Nacharbeit / Reparatur
  • Verschwendungen im Herstellprozess
  • (Das ungenutzte Wissen der Werker)

Hintergrund und Begrifflichkeiten

Lean Management bedeutet im Wesentlichen einen Prozess bestmöglichst wertschöpfend und ohne Verschwendungen zu gestalten. Wertschöpfend im Sinne des Kunden und des herstellenden Unternehmens.

Lean Management basiert auf den Grundsätzen des Toyota Produktion System (TPS), ein bereits seit über 60 Jahren existierendes Konzept von Strategien und Werkzeugen, welches durch fortlaufende Weiterentwicklung und Optimierung noch heute weltweit der Maßstab für alle Produktionssysteme ist - für von Familien geführte Unternehmen gleichermaßen wie für international operierende Konzerne.

Lean Management ist eine ganzheitliche Betrachtung der Prozessabläufe, vom Anfang bis zum Ende eines Produktes oder einer Produktfamilie, von der Anlieferung der Rohmaterialien bis hin zur Auslieferung der fertigen Produkte.

Lean Management beinhaltet die Prinzipien der kontinuierlichen Verbesserung (KVP) sowie der ständigen Verbesserung in kleinen pragmatischen Schritten (Kaizen). Prozesse und Abläufe werden bis zur Perfektion fortlaufend und immer weiter optimiert.

In erfolgreichen transformierten Unternehmen  sind alle Führungsebenen eingebunden. Es geht nicht nur um die oft erwähnten „low hanging fruits“ sondern um die Motivation und Qualifizierung der gesamten Organisation. Kontinuierliche Verbesserung als Chance wahrzunehmen, sich ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern, ist eine kulturelle Frage, man könnte es als intrinsische Motivation bezeichnen.

Nutzen

Die Ergebnisse einer fortgeschrittenen Lean Management Kultur finden sich zum Beispiel in folgenden Kennzahlen (KPIs) wider – oftmals mit drastischen Verbesserungsraten, in relativ kurzen Zeiträumen:

  • Hohe Effizienz, geringe ungeplante Stillstandzeiten und hohe Verfügbarkeiten (OEE).
  • Kaum Ausschuss und Nacharbeit, geringe Fehlerquoten und ppm-Werte, keine Kundenreklamationen.
  • Geringe Bestände, hoher Kapitalumschlag und positiver Cash-Flow.
  • Freie Lagerflächen können für zusätzliche Produktionsanlagen genutzt werden.
  • Qualifizierte Mitarbeiter, klare Strukturen und Prozesse, eindeutige Verantwortlichkeiten und Schnittstellen.
  • Gut integrierte wettbewerbsfähige Lieferanten, mit hohen eigenen Anforderungen an Effizienz, Qualität und Kosten / Wettbewerbsfähigkeit.
  • Systematische Einbindung der „Shopfloor – Ebene in den Optimierungsprozess.

Vorgehensweise

Abhängig von der Komplexität der Organisation sind für die erfolgreiche Einführung oder Reaktivierung von Lean Management mehrere Schritte und Stufen notwendig.

WELCHE ??? (FS 09.06.2017)


Letzte Bearbeitung am 10.06.2017